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PROFESSIONELL, VIELFÄLTIG UND GESCHMACKVOLL – ÜBERZEUGEN SIE IHRE GÄSTE MIT FAIRTRADE-PRODUKTEN

 Was wäre das Leben ohne die leckeren Produkte aus dem Süden- Kakao, Bananen, Baumwolle, Orangensaft, Gewürze und natürlich Kaffee? Sie gehören zum Alltag. Bereits 1694 wurde das Kaffeegetränk in Leipzig öffentlich ausgeschenkt und 1697 die erste deutsche „Kaffeehaus-Ordnung“ erlassen.

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Heute interessieren sich immer mehr Kunden für die Herkunft der Produkte. Neben dem guten Geschmack zählen soziale und ökologische Aspekte. Der Faire Handel verbindet die Menschen in den Anbauländern mit den Kunden und bringt  Wertschätzung für diejenigen, die eine Reichhaltigkeit auf dem Teller ermöglichen.

Fair gehandelte Produkte haben in der Gastronomie und Hotelerie ein großes Potential. Die Einbeziehung von fairen Produkten im Sortiment großer Unternehmen, wie die Studentenwerke und die Messegastronomie Leipzig zeigen, dass es möglich ist, auch in großen Mengen fair gehandelte Produkte zu beziehen und einzusetzen. Der Anfang ist gemacht. Nun braucht es eine stärkere Umsetzung in Leipzigs Kaffeehäusern und am Frühstücksbüfett in Hotels für Touristen, die Leipzig besuchen.

Fairtrade bedeutet: faire Preise, damit die Wirtschaft vor Ort funktionieren kann. Das betrifft landwirtschaftliche Produkte, die direkt vom Erzeuger kommen, wo faire Preise eine Notwendigkeit zum Überleben sind. Händler arbeiten direkt mit Kooperativen zusammen, die nach den Fairtradestandards arbeiten und zertifiziert werden.

Fairtrade wirkt

Ein Beispiel ist die die Zusammenarbeit zwischen Union de Cooperativas Tierra Nueva in Nicaragua und der Firma Café Chavalo aus Leipzig. 1997 schlossen sich in der Region Boaco einige Kleinbauern zusammen, um gemeinsam ihre Ernte zu vermarkten. Inzwischen zählt der Kooperativenverband Tierra Nueva 630 Mitglieder und exportiert jährlich etwa 20 Container Kaffee unter anderem nach Europa und in die USA. In Boaco gedeiht auf einer Höhe zwischen 700 und 1 200 Metern im Schatten von Bäumen und Bananenstauden qualitativ hochwertiger Arabica-Kaffee. Zertifiziert fairer Handel und ökologische Landwirtschaft sind die Markenzeichen des Kooperativenverbands. Den Sozialfonds, der mit Hilfe der Fairhandelsprämie eingerichtet wurde, nutzt Tierra Nueva beispielsweise, um sich am Bau von Straßen in entlegene Gemeinden zu beteiligen, Schulen zu reparieren und Kooperativenmitglieder bei Unfällen oder Krankheiten zu unterstützen. Außerdem werden Stipendien vergeben, um Kindern den Schul- oder Universitätsbesuch zu ermöglichen. (www.cafe-chavalo.de)

Eine weitere Initiative ist DER LEIPZIGER, ein Projekt aus der Städtpartnerschaft Addis-Abeba und Leipziger Vereinen, u. a. dem Weltladen Leipzig. Der Kaffee wird von Bauern der Oromia Coffee Farmers Cooperative Union, einem Zusammenschluss von 35 Mitgliedskooperativen in Zentral- und Südäthiopien produziert, die sich des nachhaltigen Anbaus hochwertigen Kaffees verpflichtet fühlen. Der Gourmet-Kaffee, eine Arabica-Sorte aus dem äthiopischen Hochland ist fair gehandelt und biologisch angebaut. Die  Verwendung der Fairträdeprämien wird in den lokalen Genossenschaften (primary cocieties) entschieden. In den letzten Jahren wurden mit Hilfe der Fairtradeprämie vor allem viele weiterführende Schulen gebaut, da der Staat sich auf die Grundschulen konzentriert. Dieser stellt dann die Lehrer für die weiterführenden Schulen. Es gibt außerdem Programme von OCFCU, damit nicht so viele Mädchen die Schule abbrechen. (www.der-leipziger.de)

Fairtrade in Leipzig

Die Stadt Leipzig zeigt ein verstärktes Engagement für den fairen Handel, so mit dem vierten Platz als Hauptssdt des fairen Handels und dem Titel Fairtradetown seit 2012. Initiativen wie Fairtrade-Town „Leipzig handelt fair“, Fairtrade-Universität Leipzig und Fairtradeschools tragen das Bewußtsein für fair gehandelte Produkte in die Öffentlichkeit. In den Leipziger Studentenwerken gehört der faire Kaffee zum Alltag. Im Leipziger Rathaus werden faire Produkte konsumiert. Die Stadtverwaltung hat eine Handreichung zum nachhaltigen Catering erstellt, städtische Aufträge werden nach diesen Kriterien geprüft und vergeben. In der Steuerungsrunde der Fairtradetown Leipzig findet man Ansprechpartner aus unterschiedlichen Bereichen des fairen Handels: Händler, Gastronomen, Vertreter der Stadtverwaltung, die Sie bei der eigenen Initiative unterstützen können.(www.leipzig-handelt-fair.de)

Faire Unterstützung

Fairtrade ist aus der Nische heraus- zahlreiche Initiativen bieten die Möglichkeit zur Mitarbeit und Vernetzung an.
Konkrete Angebote für fair gehandelte Produkte in der Gastronomie haben Großhändler, wie Tchibo und Westhoff  und der Weltladen Connewitz. Lokale Kaffeeröstereien, wie Contigo Leipzig bieten fairen Kaffee an. Unterstützung bekommen Gastronomen von dwp, Bananafair und lokalen Händlern wie Café Chavalo in Leipzig. Regionaler Vertriebspartner und Großhändler ist das Fairhandelszentrum FAIRE in Dresden. Auch ein Internetbezug ist möglich.

Fairtrade Deutschland unterstützt Ihre Bemühungen mit kostenfreien Materialien, Beratung und ergänzenden Informationen für Ihre Kunden „Qualität mit Verantwortung“. Das steigert das positive Image und die Außenwirkung des fairen Angebotes. Inspirieren Sie sich mit dem umfangreichen Einkaufs-Guide für den Außer-Haus-Markt. Dort bekommen Sie Produkt- und  Händlerempfehlungen. Im digitalen Gastro-Finder können Sie Ihren Betrieb registrieren und Ihr Engagement sichtbar machen, damit die Kunden den Weg direkt zu Ihnen finden. Werden Sie ein Teil von bundesweiten Kampagnen, wie das Faire Frühstück im Frühjahr, die Fairtrade-Challange im Sommer und die Faire Woche im Herbst, die durch öffentlichkeitswirksam Aktivitäten einen gerechteren und fairen Handel fördern! (www.fairtrade-deutschland.de)

Ihr faires Angebot

Sie arbeiten bereits mit fair gehandelten Produkten: Kaffee, Kakao, Zucker, Tee o. a.?

Wir freuen uns über eine Rückmeldung zu Ihrem Angebot bis zum 05.09.17 beim DEHOGA, damit Sie in diesem Jahr innerhalb der Fairen Woche ausgezeichnet werden können.  

Sagen Sie es weiter! Nutzen Sie die Anmeldung unter https://www.fairtrade-deutschland.de/einkaufen/gastro-und-blumen-finder.html, damit auch andere Ihre Aktivitäten sehen können. Tragen Sie sich in http://www.fairtrade-leipzig.de unter Einkaufsführer ein, damit Ihre Kunden Sie noch besser finden können und Ihr Engagement gezeigt wird.

Sie wünschen sich mehr Informationen, dann melden Sie sich unter Telefon 0341-3081269 oder beim DEHOGA Leipzig, damit wir gemeinsam mehr Fairness im Handeln fördern.
Urte Grauwinkel, Referentin Transfair e.V. Deutschland

Das Formular für die Rückmeldung können Sie sich hier herunterladen.

( Urte Grauwinkel, 08.08.2017 )

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